Eine Korrektur der eigenen Studie nennt Fehler, geänderte Ergebnisse, betroffene Schlussfolgerungen und Methodikversion. Bewahren Sie Vorgängerversion und Änderungshistorie, damit Leser den zitierten Stand erkennen.
Korrektur von neuer Ausgabe trennen
Eine Korrektur beseitigt einen Fehler in veröffentlichtem Material. Neue Daten oder ein neuer Zeitraum können eine spätere Studienausgabe bilden. Stellen Sie einen korrigierten alten Wert nicht als neuen Trend dar.
Vergeben Sie eine stabile Studienkennung und Versionsbezeichnungen. Das Aktualisierungsdatum der Seite erklärt allein nicht, was geändert wurde.
Fehler und Abhängigkeiten erfassen
Sichern Sie vorherige Tabellen, Methodik und reproduktionsrelevante Daten soweit teilbar. Dokumentieren Sie Ursprung, Ursache und abhängige Ergebnisse.
Prüfen Sie Tabelle, Schlussfolgerungen, Grafik, Download und Übersetzungen. Die Korrektur eines Werts aktualisiert die anderen Materialien nicht automatisch.
Methodikänderungen protokollieren
Erfassen Sie alte und neue Version, Korrekturdatum, Grund, geänderte Bestandteile und Wirkung auf Schlussfolgerungen. Unterscheiden Sie Klassifikationsänderung, Rechenfehler und neue Definition der Messgröße.
Eine gleich benannte Kennzahl ist nach einer Definitionsänderung nicht automatisch vergleichbar. Erklären Sie die Vergleichbarkeit mit früheren Ausgaben.
Beispiel einer Korrektur
Dieses Beispiel ist fiktiv. Studie R enthält 200 Beobachtungen. Version 1.0 ordnet 24 einer Kategorie zu und zeigt 12 %. Zwei Beobachtungen wurden falsch zugeordnet. In Version 1.1 beträgt der Zähler 22, der Nenner weiterhin 200; das Ergebnis ist 11 %.
Erklären Sie, dass zwei Zuordnungen korrigiert wurden, nicht Stichprobe oder Zeitraum. Der Wechsel von 12 % auf 11 % ist eine Korrektur und kein beobachteter Verhaltenstrend.
Prüfen Sie abhängige Schlussfolgerungen. Bleiben sie bestehen, begründen Sie dies. „Keine Auswirkungen“ darf nicht ohne diese Prüfung behauptet werden.
Hinweis am Ergebnis platzieren
Zeigen Sie auf der aktuellen Seite die korrigierte Version und den Verlauf. Downloads erhalten erkennbare Versionsangaben.
Kennzeichnen Sie alte Fassungen als archiviert und nennen Sie den Ersatz. Erhalten Sie den nötigen Kontext für frühere Zitate. Nicht teilbare Einzelinformationen ersetzen Sie durch eine ausreichende Erklärung ohne private Daten.
Übersetzungen synchronisieren
Zähler, Nenner, Zeitraum, Version und Grund müssen in allen Sprachen übereinstimmen. Übersetzt wird die Erklärung, nicht das Ergebnis.
Ist eine Sprachfassung noch nicht korrigiert, benennen Sie den tatsächlichen Stand. Kontrollieren Sie auch Anhänge und Grafiken mit alten Zahlen.
Reproduzierbarkeit prüfen
Eine prüfende Person muss den Prozentwert nachrechnen und die Änderungsursache erkennen können. Vergleichen Sie Hinweis, Tabelle und Schlussfolgerungen und dokumentieren Sie die Freigabeverantwortung.
Bei KI-Fragen prüfen Sie aktuelle Version und Korrekturgrund. Ein alter Wert kann historisch korrekt sein; problematisch ist seine Darstellung als aktueller Wert ohne Kontext.